Möhnesee

Wissenswertes über den Möhnesee – ein kurzer Überblick

Der Möhnesee liegt am nördlichen Zipfel des Sauerlands und ist mit 1016 ha der flächengrößte Stausee dieser Region. Auf einer Länge von ca. 10 km wird bei voller Stauhöhe ein Volumen von 130 Mio. Kubikmeter Wasser angestaut.
Geplant wurde die Stauung der Flüsse „Möhne“ und „Heve“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dem Ziel, die Wasserversorgung der boomenden Industrieregion im Ruhrgebiet sicher zu stellen. Nach einer rekordverdächtigen Vorbereitungs- und Bauzeit von nur acht Jahren wurde Ende des Jahres 1912 mit der Stauung begonnen. Vorab mussten jedoch hunderte Menschen umgesiedelt werden. Insgesamt waren ca. 140 Häuser der verschiedenen Ortschaften betroffen, das Dorf „Kettlersteich“ musste sogar komplett den Fluten weichen. Infolge dieser Umsiedlungen wurde im Jahr 2012 unser heutiges Ferienhaus >> von unserer Großelterngeneration, die ursprünglich dort zu Hause war, wo nun der See ist, errichtet. In seiner über einhundertjährigen Geschichte wurde das Haus mehrfach umgebaut und regelmäßig renoviert.

Tragische Berühmtheit erhielt der Möhnesee während des zweiten Weltkriegs im Mai 1943, als britische Bomber mit einer speziell entwickelten Rollbombe die Staumauer teilweise zerstörten und durch die Wucht der Flutwelle weit über 1000 Menschen in den Tod gerissen wurden. Der Wiederaufbau der Staumauer wurde noch im Oktober 1943 abgeschlossen.

Von Beginn an war der liebevoll als „Westfälisches Meer“ bezeichnete Möhnesee ein beliebtes Ausflugs- und Ferienziel für Gäste aus nah und fern. Damals wie heute erfreuen sich Erholungssuchende der malerischen Landschaft mit dem unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebiet „Arnsberger Wald“ und bestaunen die imposanten Bauwerke, allen voran die prächtige Staumauerkrone zwischen den Ortschaften Delecke und Günne. Der Möhnesee ist bekannt für seine ausgezeichnete Wasserqualität.